schneller Marillenkuchen - Blechkuchen mit Vollkornmehl

Schneller Marillenkuchen mit Vollkornmehl /

Saftiger Blechkuchen mit frischen Marillen und Vollkornmehl – schnell gemacht, ideal für die Sommer-Saison

Schneller Marillenkuchen mit Vollkornmehl ist der perfekte Sommer-Blechkuchen: Ein luftiger Biskuit-Teig aus Vollkornmehl mit Honig statt Industrie-Zucker, belegt mit frischen halbierten Marillen. In nur 45 Minuten gebacken, mit Staubzucker bestreut – das ist Sommer-Genuss pur. Die Vollkornmehl-Variante macht ihn auch noch etwas vollwertiger als klassische Blechkuchen.

Schneller Marillenkuchen mit Vollkornmehl
schneller Marillenkuchen mit Vollkornmehl

Zutaten für 1 Backblech (ca. 20 Stücke)
  • 250 g weiche Butter
  • 6 Eier (getrennt)
  • 250 g Kristallzucker (kann teilweise durch Honig ersetzt werden)
  • 250 g Vollkornmehl (Weizen- oder Dinkelvollkorn)
  • Vanillemark (oder 1 Pkg Vanillezucker)
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Zimt
  • 500 g frische Marillen
  • Staubzucker zum Bestreuen

Marillen-Sorten – welche eignen sich am besten?
  • Wachauer Marille (g.U.): Die berühmteste österreichische Sorte aus der Wachau – intensiv-aromatisch, etwas säuerlich
  • Klosterneuburger: Klassische Tafel-Marille
  • Ungarische Best: Sehr beliebt in Österreich, fest und aromatisch
  • Bergeron: Französische Sorte, säuerlich und fest
  • Tipp: Reife, aber feste Marillen wählen → sie behalten ihre Form beim Backen
  • Saison: Juli (Ungarn, Wachau) bis August

Zubereitung Schritt für Schritt
  1. Backofen vorheizen: Auf 170 °C Ober-/Unterhitze. Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Eier trennen: Eiklar und Eigelb voneinander trennen.
  3. Eischnee schlagen: Eiklar mit ⅓ des Zuckers zu festem Schnee schlagen.
  4. Butter-Eigelb-Masse: Weiche Butter mit dem restlichen Zucker und Vanillemark schaumig rühren. Eigelb nacheinander dazugeben und unterrühren.
  5. Trockene Zutaten: Vollkornmehl, Backpulver und Zimt vermischen.
  6. Zusammenfügen: Mehl-Mischung unter die Butter-Masse heben, dann den Eischnee vorsichtig unterheben – nicht zu lange rühren.
  7. Auf Blech: Den Teig gleichmäßig auf dem Backblech verteilen.
  8. Marillen vorbereiten: Marillen waschen, halbieren, entkernen.
  9. Marillen aufsetzen: Halbierte Marillen mit der Schnittseite nach oben auf den Teig drücken. Wichtig: Die Saftseite nach oben – sonst tropft Saft auf den Teigboden und macht ihn matschig.
  10. Backen: Bei 170 °C ca. 45 Minuten backen. Stäbchenprobe an der Rand-Stelle.
  11. Auskühlen lassen.
  12. Servieren: Mit Staubzucker bestreuen.

Variationen
  • Mit Honig statt Zucker: 200 g Zucker durch 150 g Honig ersetzen → aromatischer
  • Mit Streuseln: Vor dem Backen Butter-Streusel aufstreuen → knuspriger
  • Mit Mandelblättchen: Vor dem Backen aufstreuen
  • Mit Topfen-Schicht: Eine Topfen-Mischung (250 g Topfen + 1 Ei + 2 EL Zucker) zwischen Teig und Marillen → cremiger
  • Mit Streuselboden: Mit Mürbteig als Boden → klassischer Marillen-Streuselkuchen
  • Halb Marillen, halb Zwetschken: Im Spätsommer beide Früchte mischen
  • Mit Marillenröster: Statt frischer Marillen → siehe Marillenröster
  • Mit eingekochten Marillen: Auch im Winter möglich → Marillen einkochen
  • Glutenfrei: Vollkornmehl durch glutenfreies Mehlmix ersetzen
  • Vegan: Eier durch Apfelmus (4 EL pro Ei), Butter durch Margarine

Tipps & Tricks
  • Marillen mit Schnittseite nach oben: So sammelt sich der Saft in der Marillen-Höhle, statt den Boden zu durchweichen
  • Reife Marillen: Aber nicht zu weich – sehr weiche Marillen werden matschig
  • Vollkornmehl-Wahl: Weizenvollkornmehl ergibt fluffigeren Teig, Dinkelvollkornmehl etwas nussiger
  • Eischnee gut unterheben: Mit Spatel falten, nicht rühren → bleibt luftig
  • Honig statt Zucker: 150 g Honig (für ca. 200 g Zucker) – weniger Mengen, weil Honig süßer ist
  • Mit Saison-Obst: Funktioniert auch mit Zwetschken (siehe Variante), Pfirsichen, Mirabellen
  • Aufbewahrung: In Dose oder Folie 3 Tage frisch. Auch einfrierbar in Portionen
  • TK-Marillen funktionieren: Im Winter mit aufgetauten Marillen – etwas trockentupfen
  • Servieren: Mit Schlagsahne oder Vanille-Eis → festlicher


Wissenswertes

Die Marille (in Deutschland „Aprikose", in der Schweiz „Barille") ist eine der ältesten Obstsorten Mitteleuropas. Besonders bekannt ist die Wachauer Marille (g.U.) mit dem charakteristischen säuerlich-süßen Aroma – seit 1996 EU-weit als geografische Herkunftsbezeichnung geschützt.

Marillen-Saison ist sehr kurz (Juli/August) – wer keine frischen findet, kann auch auf eingekochte Marillen, Marillenröster oder TK-Marillen zurückgreifen. Für die Konservierung der eigenen Ernte: Marillenmarmelade.

Für weitere Saison-Blechkuchen: Schneller Zwetschkenkuchen (gleiche Methode mit Zwetschken), Kirschkuchen mit Sauerkirschen, Zucchinikuchen. Weitere Mehlspeisen-Klassiker mit Marillen: Marillenknödel. Mehr zum Gerät: Wissenswertes zum Dampfgaren.

Häufige Fragen

Warum die Marillen mit Schnittseite nach oben?
So sammelt sich der Saft in der Marillen-Höhle, statt den Teigboden zu durchweichen. Der Saft kondensiert beim Backen und macht den Kuchen besonders saftig.

Welche Marillen-Sorte ist die beste?
Wachauer Marille hat das intensivste Aroma. Ungarische Best und Klosterneuburger sind ebenfalls hervorragend.

Kann ich auch TK-Marillen verwenden?
Ja – auftauen, gut abtropfen und trockentupfen, sonst wird der Teig zu nass.

Warum Vollkornmehl?
Mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Weißmehl. Geschmacklich etwas nussiger. Macht den Kuchen vollwertiger.

Kann ich auch normales Weißmehl verwenden?
Ja – 1:1 ersetzen. Der Kuchen wird etwas fluffiger und weniger nussig.

Wie lange ist der Kuchen haltbar?
In Dose oder Folie 3 Tage frisch. Auch einfrierbar bis 2 Monate.

Kann ich auch andere Früchte nehmen?
Ja – Zwetschken (Variante 63), Pfirsiche, Mirabellen, Sauerkirschen funktionieren alle.

Welche Begleitung passt?
Schlagsahne, Vanille-Eis oder ein Klacks Topfen-Sahne machen ihn festlich.

Was tun, wenn der Kuchen zu trocken wird?
Zu lange gebacken oder zu wenig Marillen. Stäbchenprobe bei 40 Min testen.

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