Tomaten-Basilikumsauce im Dampfgarer einkochen /
Italienisches Klassik-Sugo aus eigener Tomatenernte – aromatisch, vorratstauglich, vielseitigTomaten-Basilikumsauce im Dampfgarer einkochen ist die schonende und sichere Methode, das Sommer-Aroma frisch geernteter Tomaten und Basilikum für den ganzen Winter zu konservieren. Die Sauce ist die perfekte Basis für Pasta, Pizza, Lasagne, Suppen und Eintöpfe – selbstgemacht schmeckt sie deutlich aromatischer als Industrie-Tomatensaucen aus dem Glas oder der Dose.
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| Tomaten Basilikumsauce im Dampfgarer einkochen |
Zutaten (für ca. 4 Gläser à 500 ml)
- 2 kg reife Tomaten (San Marzano oder Roma bevorzugt)
- 1 großer Bund frisches Basilikum
- 3–4 Knoblauchzehen
- 1 große Zwiebel
- 3 EL Olivenöl (Extra Virgin)
- 1 TL Salz
- 1 Prise Zucker (mildert die Säure)
- 1 EL Zitronensaft pro Liter (für pH-Sicherheit)
- Optional: 1 TL Oregano, schwarzer Pfeffer, 1 kleine Chili
Vorbereitung
- Gläser, Deckel und Werkzeug im Dampfgarer bei 100 °C 30 Min sterilisieren
- Tomaten waschen, Stielansätze entfernen, kreuzweise einritzen
- Basilikum waschen, Stiele entfernen, Blätter grob hacken
- Knoblauch schälen und fein hacken, Zwiebel schälen und würfeln
Zubereitung Schritt für Schritt
- Tomaten häuten: Tomaten in den Dampfgarer geben (oder in kochendes Wasser) – 1–2 Min bei 100 °C dämpfen. Die Häute lösen sich vom Schnittkreuz. Vorsichtig abziehen.
- Tomaten kleinschneiden: Tomaten würfeln oder grob hacken. Sehr fleischige Tomaten geben weniger Saft → ideal für dichte Sauce.
- Zwiebel und Knoblauch anschwitzen: Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten (2–3 Min, nicht braun werden lassen).
- Tomaten dazu: Tomatenwürfel in die Pfanne geben, mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen. 10 Min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
- Basilikum unterheben: Gehackten Basilikum am Ende der Kochzeit unterheben. Vom Herd nehmen.
- Pürieren (optional): Wer eine glatte Sauce möchte: mit Pürierstab pürieren oder durch ein Sieb passieren. Wer Stücke mag: lässt die Sauce stückig.
- Zitronensaft dazu: Pro Liter Sauce 1 EL Zitronensaft einrühren – essentiell für die pH-Sicherheit beim Konservieren.
- In Gläser füllen: Sauce noch heiß in sterile Gläser füllen, ca. 2 cm Luftraum zum Glasrand lassen.
- Gläserrand säubern und fest verschließen.
- Einkochen: Im Dampfgarer bei 100 °C für 30 Minuten (½-Liter-Gläser) einkochen.
- Auskühlen lassen und Vakuum-Test nach 24 h.
Einkochzeiten je nach Glasgröße (bei 100 °C)
- 250-ml-Gläser: 20 Min
- 500-ml-Gläser: 30 Min
- 1-Liter-Gläser: 45 Min
Sicherheitshinweis
Tomaten haben einen pH-Wert nahe der Sicherheitsgrenze. Daher:
- Zitronensaft (1 EL pro Liter) ist Pflicht – senkt den pH-Wert sicher unter 4,6
- Bei 100 °C einkochen, nicht bei niedrigeren Temperaturen
- Vor Verzehr aufkochen – als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme bei Selbstgemachtem
- Wölbender Deckel oder Gärungsgeruch → sofort entsorgen (siehe Einkoch-Übersicht)
Variationen
- Mit Oregano: 1 TL getrockneter Oregano → kräftiger mediterraner Geschmack
- Mit Thymian und Rosmarin: Je 1 Zweig dazu → herbst-mediterran
- Scharf (Arrabbiata-Style): 1 kleine Chili pro Glas → für Pasta all'arrabbiata
- Mit Karotte: 1 fein geriebene Karotte → süßere, kinderfreundlichere Sauce
- Mit Sellerie: 1 Stange Sellerie → klassisches Soffritto-Aroma
- Bolognese-Vorstufe: Mit Faschiertem und Rotwein eingekocht
- Puttanesca: Mit Sardellen, Oliven und Kapern
- Ohne Knoblauch: Für Knoblauch-Empfindliche → milder Geschmack
- Mit Kräutermix: Italienische Kräutermischung statt nur Basilikum
- Pizzasauce-Variante: Etwas dicker einkochen → fertige Pizzasauce
Verwendung – wozu passt die Tomaten-Basilikumsauce?
- Pasta-Sugo: Mit Spaghetti, Penne oder Tagliatelle – siehe Nudeln im Dampfgarer
- Pizza-Belag: Als Basis-Sauce für selbstgemachte Pizza
- Lasagne: Mit Béchamel und Faschiertem schichten
- Caprese-Twist: Mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl als kalte Sauce
- Tomatensuppe: Mit Sahne pürieren → cremige Suppe
- Shakshuka: Eier in der Sauce pochieren → orientalisches Frühstück
- Auf Bruschetta: Geröstetes Brot mit Sauce und Mozzarella
- Risotto: Tomaten-Risotto mit Parmesan
- Eintöpfe: Als Basis für Minestrone oder Lecso
- Chili con Carne: Mit Bohnen und Faschiertem
- Pasta al Forno: Als Auflauf mit Käse überbacken
Tipps & Tricks
- Tomaten-Sorten: Fleischige Sorten wie San Marzano, Roma oder Ochsenherz ergeben dichtere Sauce
- Basilikum frisch zugeben: Basilikum erst am Ende dazugeben – sonst verliert er Aroma. Auch frische Basilikumblätter beim Servieren als Topping
- Olivenöl ist Pflicht: Hochwertiges Extra-Virgin-Olivenöl macht den Geschmacksunterschied
- Knoblauch sanft anschwitzen: Nicht zu lange erhitzen, sonst wird er bitter
- Zucker mildert Säure: Eine Prise Zucker rundet die Tomaten-Säure ab
- Saison nutzen: Juli bis September ist Tomaten-Saison – dann sind sie am aromatischsten
- Vakuum-Test: Nach 24 h prüfen – wenn der Deckel sich eindrücken lässt, in den Kühlschrank stellen
- Geschenk-Idee: Hübsche Gläser mit Etikett ergeben wertvolle hausgemachte Geschenke
- Vorratsplanung: 2 kg Tomaten ergeben ca. 4 Gläser à 500 ml
Wissenswertes über Tomaten-Basilikumsauce
Die Tomatensauce ist das Herzstück der italienischen Küche – aus Süditalien stammend, eroberte sie ab dem 19. Jahrhundert die ganze Welt. Basilikum ist die ideale Kombination, weil die ätherischen Öle der Basilikum-Blätter mit den fruchtigen Säuren der Tomate eine harmonische Verbindung eingehen. Die klassische Margherita-Pizza mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum trägt nicht ohne Grund die Farben der italienischen Flagge.
Lycopin-Tipp: Tomaten enthalten viel Lycopin, einen starken Antioxidans, der nur in Tomaten in dieser Konzentration vorkommt. Durch das Erhitzen wird Lycopin besser bioverfügbar – eingekochte Tomatensauce ist also gesundheitlich oft wertvoller als rohe Tomaten. Mit Olivenöl kombiniert wird die Aufnahme des fettlöslichen Lycopins zusätzlich verbessert.
Wer das gesamte Konservierungs-Cluster ausprobieren möchte: Tomaten einkochen (ohne Kräuter, neutrale Basis), Essiggurken einlegen, Zucchini einlegen. Grundlagen findest du im Einkoch-Übersichtsartikel und der Dampfgar-Übersicht. Als Servier-Ideen: Nudeln im Dampfgarer.
Häufige Fragen zur Tomaten-Basilikumsauce
Welche Tomaten eignen sich am besten?
San Marzano, Roma und Ochsenherz – fleischige Sorten mit wenig Saft. Sie ergeben eine dichte, aromatische Sauce.
Muss ich die Tomaten häuten?
Ja – die Häute lösen sich beim Einkochen ab und schwimmen unangenehm in der Sauce. Mit Dampf-Methode geht das schnell.
Warum Zitronensaft dazu?
Tomaten haben einen pH-Wert nahe der Sicherheitsgrenze. Zitronensaft (1 EL pro Liter) senkt den pH-Wert sicher unter 4,6 → verhindert Botulismus-Risiko.
Wann gebe ich den Basilikum dazu?
Am Ende der Kochzeit, nicht zu früh. Das ätherische Öl verflüchtigt sich bei zu langer Hitze.
Soll ich die Sauce pürieren?
Geschmackssache: Stückig für rustikales Sugo, püriert für glatte Pizzasauce. Beides funktioniert.
Wie lange ist die Sauce haltbar?
Bei kühler, dunkler Lagerung 12+ Monate. Geöffnet 3–4 Tage im Kühlschrank.
Kann ich auch tiefgekühlten Basilikum verwenden?
Ja – frischer ist besser, aber TK-Basilikum funktioniert auch. Direkt gefroren in die Sauce geben.
Was tun bei zu saurer Sauce?
Eine Prise Zucker oder Honig rundet die Säure ab. Auch eine fein geriebene Karotte hilft.
Kann ich die Sauce ohne Knoblauch machen?
Ja – einfach weglassen. Die Sauce ist dann milder, weniger würzig.

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